Reisbericht Polen Masuren

Polen: Ostsee –Masuren
Polen ist ganz anders als die Leute behaupten, die noch nie da waren.
Ich fahre seit 25 Jahren nach Polen und fahre immer wieder.
Aber außer „Guten Tag“ „Danke“ und „Auf Wiedersehen“ kann ich die Sprache bis heute noch nicht.
Mit entsprechenden Genehmigungen und natürlich Bezahlung, kann man in Polen noch richtig Hardcore fahren. Ich habe das mit der Veranstaltung PAT (Poland Adventure Trophy) deren Mitorganisator ich war, getan. Jetzt will ich aber nur noch reisen. Einem Matschloch muss ich aber immer noch nicht ausweichen.
Schon wenn man über die Grenze fährt, die man ja inzwischen ohne Kontrollen passiert, bemerkt man, wie sauber es in Polen ist.
In Lagow, dem kleinen Venedig, übernachten wir auf einem kleinen City-Campingplatz  und gehen dann in die Johanniter Burg zum Essen.
Eine gediegene Atmosphäre, eine gute Küche und angenehme Preise.
Am nächsten Tag fahren wir auf ausgemacht schlechten Wegen bis nach Pniewo
fahren ein paar Hügel und besichtigen dort den Ostwall-Bunker.
Hier jetzt auf die näheren Umstände einzugehen, würde etwas zu weit führen. Jedenfalls haben die Polen mit dem Ostwall kein Problem. Im Gegenteil, sie vermarkten ihn.
Dann erreichen wir einen Biwak-Patz, an dem 2 Flüsse zusammen fließen. Es gibt ein Plumpsklo und eine Feuerstelle. Ein echter Outdoor-Platz. Und wer will, kann je nach Jahreszeit im glasklaren Wasser der Drawa baden.
Nun geht es durch typische Pommernlandschaften gen Norden, bis zu den Kaschuben. Die Kaschuben sind uns durch die „Blechtrommel“ von Günther Gras bekannt geworden. In der Nähe der Ostsee nächtigen wir. Zuvor können wir in dem alten und zum Museum umgebauten Hotel-Restaurant essen. Da wir oft mit kulinarischen Gern-Essern unterwegs sind, kann ich für eine exzellente Küche garantieren.
Dann erreichen wir Lebba, das man im Juli meiden sollte. Viele 1000 hübsche und junge Mädchen laufen dort knapp gekleidet über die Strandpromenade.
Viele andere Menschen allerdings auch.
Mit einem elektrischen betriebenen Bähnle (aus Umweltgründen) erreichen wir die größte Wanderdüne Europas. (Die höchste Düne Europas ist in Litauen am Kurischen Haff) Der Aufstieg lohnt sich. Auf der landesinneren Seite sieht man, wie die Düne Jahr für Jahr 7 Meter vom Land einnimmt. Auf der anderen Seite hat man einen tollen Blick auf die Ostsee.
Über die Weichsel und vorbei an Danzig können wir noch die Trutzburg Marienburg besichtigen, die der Erzählung nach nie eingenommen werden konnte.
Dann besichtigen wir ein Kuriosum. Ein Boot auf einem Kanal, das auf einer Eisenbahn Lore über einen Berg gezogen wird.
Auch wenn man kein besonders gläubiger Mensch ist – wenn man die Orgel in der Basilika „Heilige Linde“ hört, ist das etwas sehr ergreifendes.
Dann folgt auch schon der Historien-Schock. Wir erreichen Ketrzyn und damit das sogenannte Führer Hauptquartier, die Wolfsschanze. Hier hat das Attentat stattgefunden. Es stehen von den vielen Bunker zwar überwiegend Ruinen, ein Besuch macht dennoch –auch nach so vielen Jahren – betroffen.
Draußen scheint  die Sonne. Streifen wir die Vergangenheit ab. Wir haben Urlaub.
Wenn man viel sehen möchte, dann lohnt ein Schlenker nach Frombork. Dort - in der Kirche hat der berühmte Kopernikus die Sterne beobachtet.
Wir sind jetzt nahe der Grenze zum russischen Oblast Kaliningrad. Also im Außenbereich von Ostpreußen und fahren jetzt in die Masuren ein.
Hier empfängt uns durchaus westliches Flair. Promenaden, Einkaufszeilen, Amüsierbuden, Strand-Cafes. Alles da. Und dennoch kann man sich diesem Trubel leicht entziehen. Überall findet man – nur ein paar Kilometer außerhalb – schöne und ruhige Übernachtungsplätze am Seeufer.
Von der Bootsfahrt auf einem der Masurischen Seen, Besichtigung der Trakehner Zucht, Museen und Freizeitanlagen ist alles vorhanden. Da muss man jetzt nur schauen, wo die Interessen liegen.
So bietet sich auch ein Besuch der Rominter Heide an. Das war früher das Jagdrevier von Kaiser Wilhelm und auch von Göring. Hier leben noch die Wisente/Bisons in nahezu freier Natur. Und hier (und nur hier) wächst das berühmte Gras, das man in dem typischen Wodka findet.
Langsam wird es Zeit, sich der Heimreise zu widmen.
Noch ein oder zwei Nächte an schönen Biwak-Plätzen, dann überfahren wir schon wieder die Grenze und eine interessante Erlebnisreise liegt hinter uns.
 
Mal ehrlich:
Das Frische Haff, Danzig, die Weichsel, die Masuren, Ostpreußen – das alles war doch früher ganz weit weg und unerreichbar. Hast Du auch den Eindruck?
Und heute fahren wir diese Runde mal eben ganz locker ab. Und das sogar ohne Grenzkontrolle. Phantastisch.
„Komm mit“ zu Unserer Polen Reise dann fahren wir zusammen.
 
Welcome

Fotos von unseren Touren findest Du unter BILDER
 http://www.safaricar.de/index.php/bilder/category/31-polen-ostsee-masuren-2012

 
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