Biwak und Kanu Tour 2010
 Claus und Renate hatten sich, ob des schönen Wetters wegen schon ein paar Tage vorher auf den Weg gemacht. Am Donnerstag darauf haben sie auf dem Campingplatz in Drawno auf die Teilnehmer der Kanu Tour gewartet. Es war brüllend heiß und es war die Fußball Weltmeisterschaft.
Und so saßen am ersten Abend Deutsche und Polen gemeinsam vor dem Fernseher
tranken ihr Bier und eiferten den Spielern nach.
Nach dem Frühstück haben wir unsere Kenter-Sachen und etwas Verpflegung eingepackt und der Platzwart hat die Boote auf den Anhänger geladen. Mit einem ausrangierten VW Bus vom Deutschen Roten Kreuz wurden wir dann an die Einsetz-Stelle gebracht. Abholung um 17.00 Uhr am Platz Bogdan wurde vereinbart.
Dann waren wir allein. Vor uns der Fluss Korytnika.
Gemächlich paddelten wir los und waren dann bald in einem nicht enden wollenden Schilfgürtel. Dann wurde der Fluss breiter und zog sich am Waldrand vorbei.
Der Schatten war an diesem heißen Wochenende angenehm. Dann lagen die ersten Bäume quer über dem Fluss. Hier konnte man unterdurch, dort aussteigen und das Boot ziehen und hier musste das Boot sogar über einen Baumstamm drüber gezogen werden. Das machte Spaß und war Action.
Am Nachmittag spürte man die ungewohnten Bewegungen in den Armen und das Balancieren über einen wackeligen Baum wurde anstrengender. Aber es waren nur noch 4 km. Die hatten es allerdings in sich – wie man so schön sagt.
Alle Hundert Meter ein Baum als Hindernis, scharfe Kurven und wieder ein Hindernis.
„Nimmt denn dieser verdammte Fluss gar kein Ende“ hörte ich jemanden hinter mir schimpfen. Bloß weg dachte ich mir, bevor ich noch einen Paddel auf den Hinterkopf bekomme. Die letzten Meter waren aber auch wirklich anstrengend. Zum Teil hatte es gar keinen Sinn, wieder ins Boot zu steigen, da schon wieder ein Baum quer lag.
Da sind wir dann einfach hüfttief im Wasser gegangen und haben das Boot hinter uns hergezogen. Dann kam die ersehnte Brücke und wir waren da.
Es war 17.15 Uhr. Verdammt.
Aber die Aufregung war natürlich umsonst. Wir waren in Polen – und da kann aus 17.00 Uhr ganz schnell 17.30 Uhr werden. Und so war es dann auch.
Der klapprige Bus brachte uns zum Campingplatz zurück und dann wurde der Grill angeschmissen, das Bier zischte und wir haben noch lange über diese und jene Begebenheit auf dem Wasser erzählt. Die Anstrengung war verflogen.
Was blieb war ein schönes Erlebnis.
Der nächste Tag stand unter dem Motto Revierfahrt. Wir haben keine Schlammlöcher gefunden, aber auf den Waldwegen jede Menge Staub geschluckt. Zumindest diejenigen, die nicht das Glück hatten als erstes Fahrzeug unterwegs zu sein. Hier und da gab es eine Spielwiese für unsere Autos und ein paar Hügel, in denen sogar noch Wasser in den Senken war. An einem Biwakplatz haben wir dann unser Lager aufgeschlagen und ein Feuer angezündet. Für so eine Übernachtung auf einem Biwakplatz bezahlt man eine kleine Gebühr und kann dann sogar das Holz verbrennen. Selbst ein ordentliches Plumpsklo hat die Forstverwaltung dort aufgestellt. Ein schöner Abend, den wir direkt am Ufer des Flusses Drawa inmitten des Naturparks verbringen konnten.
Am Sonntag war dann Ab- und Heimreise. Natürlich nicht, ohne vorher noch mal in den Supermarkt zu gehen. Kilbassa Polska Würstchen, Piroggie  und Bigosch im Glas werden immer nach Deutschland entführt. Sozusagen für Erinnerungsessen.
Du musst einfach mal mitkommen. Diese Tour macht echt Spaß. 
unter "Polen 4 Season" und hier:

http://www.safaricar.de/index.php/bilder/category/19-biwak-outdoor Bilder dazu
 

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