Mongolei

Basis Informationen für Reisende in die Mongolei

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Wir waren 2015 für knapp 3 Monate durch Russland, Mongolei, Kasachstan und Usbekistan unterwegs. 2017 fahren wir noch einmal.
Wer diese Reise unternehmen will, kann hier die ersten Basisinformationen haben.
Unsere Reiseroute ging durch Polen – Lettland nach Russland. Wir haben die Nordroute über Twer und Jaroslawl genommen, damit wir nicht durch Moskau mussten.
Diese Strecke ist kaum weiter, hat aber viel weniger Verkehr. Bis zum Baikalsee sind wir auf der Magistrale gefahren, da Russland für uns nur Transit-Land war.
Über Ulaan Ude sind wir in die Mongolei gefahren. Rundfahrt durch die Mongolei und im Nordwesten bei Tsaganuur wieder nach Russland.
Von Bernaul aus in Nord-Süd Richtung durch Kasachstan und bei Tashkent über die Grenze nach Usbekistan.
Mit Abstecher Aral See über die Grenze bei Beyneu und dann nördliches Kaspische Meer bis Astrakhan.
Besuch Wolga-Delta und weiter nach Wolgograd / Stalingrad und dann auf schneller Fahrt Richtung Moskau nach Hause.
Vor Moskau haben wir den äußeren Ring genommen und haben Moskau somit umfahren.
 
Ich erspare Euch hier alle Informationen, die man vom Auswärtigen Amt etc. bekommt und achte auch weniger auf Stil und Ausdruck bei diesen Sach-Hinweisen.
Wir sind nicht die kürzere Strecke durch Belarus gefahren, da Ein- und Ausreise viel mehr Zeit gekostet hätte. In Lettland bei Rezekne über die Grenze.
Der Grenzübertritt hat, im Gegensatz noch vor 8 Jahren, seinen Schrecken verloren. Es gab keine korrupten Beamten.
Die Formulare waren in „englisch“. Früher mussten wir die Dokumente noch in Kyrillisch lesen. Wichtigstes Dokument ist die Migrationskarte,
die bei der Ausreise wieder vorgelegt werden muss. Innerhalb von 5 Werktagen muss man sich registrieren lassen. Geht nicht zur Ausländerpolizei.
Die Prozedere dauern zu lange. Einfach in ein Hotel gehen und einen Stempel auf die Migrationskarte drucken lassen.
Hinter der Grenze Lettland-Russland ist gleich eine Tankstelle. Gegenüber könnt ihr sofort eine Telefonkarte holen. Lohnt sich.
Später bekommt ihr eine Telefonkarte nur gegen Vorlage der Migrationskarte mit Stempel. Bevor ihr also den Stempel nicht habt,
bekommt ihr keine Telefonkarte. Im selben Gebäude könnt ihr auch die Versicherung für Russland abschließen.
Zwar ist man normalerweise noch bis zum Ural in Europa und hat Versicherungsschutz, aber in Perm oder Jekaterinburg eine Versicherung zu finden, ist schwierig.
Einfacher ist es direkt an der Grenze.
 
Geld bekommt ihr immer und überall aus Bankomaten, die es ausreichend gibt.
Ganz wichtig: Lasst Eure Kreditkarte VISA, MASTER etc bei Eurer Bank registrieren. Auch wenn die Bankangestellte etwas anderes sagt.
Auf jeden Fall registrieren lassen. Es gibt nämlich ein automatisches Kontroll-System, das die Karte blockiert.
Dann müsst ihr erst zu Hause anrufen und habt viel Ärger und Zeitverlust.
Ihr könnt in Russland überall übernachten. Im geographischen Europa ist es mit den Mücken nicht schlimm. Hinter Omsk werden die Mücken lästig.
Wir sind zwecks Übernachtung auf die sogenannten LKW-Plätze ausgewichen. Der Boden ist meist geschottert, es gibt die ekelhaften Plumpsklos und im Regelfall ein Restaurant.
Wir haben etwa 2,- € pro Auto für die Übernachtung bezahlt. Diese Plätze findet ihr im Abstand von 50 – 100 Kilometern. Ab Novosibirsk wird der Abstand größer.
Dann können es 100 – 200 Kilometer sein, bevor der nächste LKW-Platz kommt.
Am Baikalsee waren wir auf der Insel Olchon. Die Fähre geht alle 30 Minuten und ist kostenlos. Im Regelfall sagt Euch der Ranger, wo ihr Übernachten könnt.
Ihr habt praktisch eine ganze Bucht für Euch allein. Traumhaft. Wir haben eine Burjarten Familie besucht und eine Bootsfahrt gemacht.
Das regelt für Euch alles das kleine Touristbüro.
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Einreise in die Mongolei ist wie bei allen Grenzen. Erst Polizei, dann Zoll und überall Stempel. Der Ablauf regelt sich von selbst.
In der Mongolei sind wir mangels Teerstraße 2.500 Kilometer Piste gefahren.
Hat Spaß gemacht, aber nach dieser Strecke waren wir froh, im russischen Altai wieder Teer unter den Rädern zu haben.
Für die Mongolei gibt es diverse Routenbeschreibungen, so dass ich mir das hier ersparen kann.
Auf jeden Fall hatten wir weder Straßen, noch Verkehrsschilder, noch Polizei oder Ortsschilder. Ebenso wie in Russland kann man in den kleinen Läden alles kaufen.
Von Orbit Kaugummi bis Signal Zahnpasta gibt es alles.
In Kasachstan macht die Polizei Jagd auf Tempo-Sünder. Wer allein unterwegs ist und kein russisch kann, ist hierbei stark benachteiligt.
Wir sollten für 10 km/h zu schnell 150,- € zahlen. Ohne Quittung natürlich. Diese ewigen Kontrollen nerven total.
Der Sharyn-Canyon, ca. 150 km nord-östlich von Almaty ist sehenswert. Eintritt.
Kasachstan ist groß und die Straßen z.T. schlecht. Ihr kommt nicht so schnell vorwärts.
In Usbekistan muss man die Übernachtungen nachweisen. Man ist quasi gezwungen, in Hotels zu gehen. Wir haben nur jede zweite Nacht im Hotel verbracht.
Dazwischen haben wir mit „Panne“ begründet. „Haben die ganze Nacht repariert.“ Bei der Ausreise hat uns niemand nach dem Stempel gefragt.
Dennoch kann es aber passieren. Dann hat man ein echtes Problem. Also besser abstempeln lassen.
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In Usbekistan gibt es kein Diesel zu kaufen. Wir haben uns in Kasachstan mit Kanistern versorgt und haben Diesel von einem Busunternehmer (unter der Hand) bekommen.
Ihr fragt einfach im Hotel nach Diesel, die helfen Euch dann.
Ohne Durchfall kommt man eigentlich nicht durch Usbekistan. Und der Durchfall ist hartnäckig. Meine Empfehlung:
Holt Euch schon in Russland ein entsprechendes Mittel.
Auf der Packung steht eine großes rotes „Stop“. Imodium und Kohletabletten haben lediglich dafür gesorgt, dass wir ohne „Peinlichkeit“ über die Runden gekommen sind.
Geholfen haben sie nicht wirklich.
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In Kasachstan und Usbekistan sprechen die jungen Leute kaum mehr russisch, sondern ihre Landessprache.
Entweder ältere Menschen auf Russisch ansprechen oder junge Leute, die ein wenig schul-englisch sprechen.
Die Usbekische Währung SUM muss man sich irgendwo auf dem Markt besorgen. Wir haben auf dem Parkplatz vor einem Restaurant übernachtet.
Am nächsten Tag sind wir mit dem Besitzer los gefahren und er hat für uns das Geld getauscht. Das lohnt sich.
Usbekistan ist ein islamisches Land. Davon merkt man aber nichts. Es gibt überall Alkohol und die Frauen tragen keinen Schleier.
Im Wolga-Delta wachsen die einzigen Lotusblumen in freier Natur. Um dort hin zu kommen muss man ein Boot haben.
Wir sind von Astrakhan nach Süden gefahren. Bis es fast nicht mehr weiter ging. Dann sind wir in einen Laden und haben mit Händen und Füßen gefragt.
Irgendwann haben wir jemanden gefunden, der englisch konnte.
Der hat uns dann einen Bootsbesitzer vermittelt, der uns raus gefahren hat. Lohnt sich.
Und nun hoffen wir, dass Euch diese wenigen Informationen aus unseren Reiserfahrungen ein wenig weiter helfen konnten.
 
2018 wollen wir im Team den Pamir-Highway bezwingen. Der höchste Pass "Ak Baital" ist 4.655 Meter hoch.
Wenn ihr noch Fragen habt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Wir wünschen Euch eine gute Reise.

Claus und Renate

www.safaricar.de

 

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