Tunesien - Sahara

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Ja, ich möchte dem Schmuddel-Wetter im Spät-Herbst entfliehen.
Als Rentner im Un-Ruhestand kriege ich es aber nicht hin,  in Torremolinos spazieren zu gehen und auf dem Campingplatz dicht bei dicht mit Pensionären in ihren Wohnmobilen zu stehen.
Irgendwie bin ich für so einen Urlaub mit 69 Jahren noch zu jung.
Aus diesem Grund ist für mich Tunesien –Nordafrika- in den Fokus gerückt.
Wäre das auch für Dich eine Option?
Es gibt in Tunesien viele Sehenswürdigkeiten.
Die Filmkulissen, Wasserfälle, Salzseen, antike Speicherdörfer, Oasen, bunte Märkte, Relikte aus der Römerzeit und es gibt jede Menge Sahara-Sand und auch Sonne.
Ein „Camping-Erlebnis-Sonnen-Urlaub“ CESU. Langeweile wird es nicht geben.
Dieser „CESU“ beginnt schon mit Aufregung bei der Einschiffung in Genua. Chaos pur. Danach kannst Du Dich aber für 24 Stunden auf dem Schiff oder in deiner Kabine entspannen.
Und dann heißt es, Nerven bewahren. Zur Einreise musst Du Zettel ausfüllen und eine Umwelt-Marke kaufen. Ich verspreche, dass die Einreise schon zu einem unvergesslichen Erlebnis wird.
Und dann der Verkehr in Tunis. Keine Angst, wir waren inzwischen 1 Dutzend Mal in Tunesien. Wir nehmen einen kleinen Schleichweg und sind dann schnell auf der Autobahn.
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(Hotel LE Sultan in Hammamet)
 
Wir fahren nur 70 Kilometer, dann biegen wir in Hammamet Nord ab und halten vor dem Strand-Hotel „Le Sultane“. Wir lassen uns kulinarisch verwöhnen.
Auf unserer 300 Kilometer langen Fahrt nach Gafsa sehen wir Kinder, die Schafe hüten, Esel-Karren und unendliche Olivenhaine.
Sabine ist Deutsche und betreibt mit ihrem Mann in Gafsa die Bio-Farm „Shiriland“. Sie wird sich freuen, mal wieder Deutsche zu Besuch zu haben.
Sodann sind wir in der Wüstenstadt Tozeur. Und nun kommt das nächste Abenteuer. Gibt es überhaupt noch offene Campingplätze?
Nein, es liegt nicht an der Neben-Saison, die Campingplätze werden einfach mangels Gästen aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen.
Tunesien leidet sehr an rückläufigen Übernachtungen. Das werden wir später auf Djerba sehr deutlich spüren. Wir werden einen Platz finden.
Ob die Sanitäranlagen in Betrieb sind, ist dann eine weitere Frage. (Wer es anders möchte, dem können wir Torremolinos empfehlen)
Wir besuchen die Stadt. Erleben die Menschen auf den Straßen, das Handeln und Feilschen, sehen die alten Männer in den Cafes und spüren die anderen Gerüche. Einfach Africana.
Mit der Kutsche geht es in die Oase.
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(Wüsten Boulangerie in der Oase Ksar Ghilane) 
 
Auf unsere Fahrt zur Filmkulisse Star-Wars haben wir zum ersten Mal den Sand rechts und links neben der Straße und schon bald auch unter den Reifen.
Vor uns die der Film-Ort Mos Espa und dahinter die hohen Dünen. Wir sind zum ersten Mal so richtig in der Sahara.
Und da wir gerade beim Film sind, halten wir zu einem Tea a la Menthe dort an, wo die Leute im Film „Der englische Patent“ nach ihrer Landung mit dem Propeller Flugzeug sich getroffen haben.
Dann folgt ein Ausflug in dem historischen Zug Lezzard Rouge in die Seldja Schlucht und ein Besuch am Wasserfall von Tamerza.
Gen Süden fahren wir durch das Chott el Jeryd, das schon Karl May beschrieben hat. Heute können wir auf einem Damm gefahrlos durch den Salzsee fahren.
Bei trockenem Wetter können wir zu dem Bus fahren, der dort einst im Salz stecken geblieben ist.
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(Speicherdorf Ksar Queled Sultane) 
 
Nun sind wir in Douz, dem Ausgangspunkt aller Sahara Touren. Der Campingplatz lädt zum Verweilen ein. Er hat warme Duschen und gute Sanitäranlagen.
Couscous ist das tunesische Nationalgericht. Gegart, nicht gekocht. Unser Freund Achmed betreibt in Douz das Desert-Restaurant und wird für uns Couscous servieren.
Sollte er zu Hause sein, werden wir auch Miloud treffen. Ein echter Touareg, den wir seit Jahren kennen und der mit seinem Bruder ein kleines Geschäft betreibt. Apropos Essen.
Wir müssen auf jeden Fall ein Casoude essen. Das ist ein gut belegtes Baguette. Schmeckt, macht satt und kostet nur wenige Cent.
Jetzt wird es Zeit wieder in den Sand zu fahren. Wir tanken voll und nehmen Brot und Wasser mit. Inmitten der Dünen werden wir Sandrosen ausgraben.
(Man kann die Sandrosen zwar auch auf dem Markt kaufen, wir holen sie uns aber lieber selbst aus dem Sand).
Die Nacht verbringen wir unter der einzigen Palme weit und breit. Wir werden dort allein sein.
Ein kleines Feuer vertreibt die Kühle des Abends und über uns der endlose Sternenhimmel.
Kein Hotel hat mehr Sterne als der Himmel über Dir.
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(Bei den Sandrosen Feldern)
 
Nach unserer Rückkehr nach Douz starten wir erneut in die Sahra. Für 3-4 Tage müssen wir autark sein. 5 Liter Wasser pro Tag und Person sind Pflicht.
Ein Stopp im Wüsten-Cafe „Port du Desert“ ist Kult und Pflicht. Hier trinkt man einen Kaffee und hängt seine Visitenkarte an die Wand.
Wer nicht im „Port du Desert“ war, war auch nicht in der Sahara. Wir richten inmitten der Sicheldünen unser Lager auf und genießen.
Jeder auf seine Art. Und plötzlich gibt es in der Sahara ein Stück Asphalt-Straße. Welch Irrsinn. Geplant war einmal eine Straße zum Jebil-National-Park.
Den umfahren wir und stehen dann vor der „richtigen“ Dünenlandschaft. Soweit das Auge reicht nur Sand und Dünen. Wir müssen den richtigen Einstieg finden und surfen dann durchs Dünenmeer.
Ein Foto-Stopp jagt den nächsten. Vor uns tauchen die berühmten 3 Tafelberge Tembaine auf. Unser Tagesziel.
Am nächsten Tag umfahren wir Tembaine und machen einen Ausflug zum 30 Meter tiefen Brunnen. Mal sehen ob wir ihn wiederfinden.
Noch einmal werden wir von dort in den Dünen übernachten. Dann erreichen wir die Oase „Ksar Ghilane“. Auch ein Ort, den jeder Wüstenfahrer angefahren haben muss.
Mitten in der Sahara eine Oase mit einem naturbelassenen Pool, der 34 Grad warmes Wasser führt. Hier werden wir Badespaß haben und uns den Sand aus den Haaren waschen.
Danach einen Kaffee am Pool und ein frisches Fladenbrot von der nahen Wüsten-Boulangerie.
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(Das Dünen-Meer. Sand so weit das Auge reicht) 
 
Hier in Ksar Ghilane gibt es einen guten Campingplatz und wir können Essen gehen.
Durch eine Unzahl von Tafelbergen geht es auf einer Waschbrett-Piste durch die Schotter-Wüste Richtung Chinini, einem alten Bergdorf.
Danach besuchen wir noch das Speicherdorf
Ksar Queled Sultane in der Nähe von Tatouine. 
Entlang der Küste fahren wir gen Norden und besuchen noch das Kolosseum von El Djem.
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Nun erreichen wir wieder Hammamet und haben noch ausreichend Zeit, die Altstadt zu besuchen und gegeben falls noch unsere Souvenir-Einkäufe in Nabeul zu erledigen.
Die Fähre bringt uns zurück nach Genua.
Wenn Du auch der Meinung bist, dass dies eher der richtige Herbst-Urlaub für Dich ist, dann können wir diese Reise gemeinsam unternehmen. 
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