Erlebnisbericht 4x4 Einsteiger Training
                           
Ein Offroad Training, bei dem lt. Prospekt weder Mensch noch Fahrzeug gefährdet werden, hat mir den Mut gegeben, mich doch einmal zu einem Fahrseminar anzumelden. Ein wenig aufgeregt war ich dann aber doch, als ich inmitten der anderen Teilnehmer in Karenz stand.
Aber schon die nette Vorstellungsrunde von Claus und der angebotene Kaffee von Renate hat mir sofort das Gefühl des Dazugehörens gegeben.
Zuerst wurde auf die Schwachpunkte eines jeden Autos hingewiesen. Eine Maßnahme, die Schäden am Fahrzeug von vornherein ausschließen soll.
Und dann hat Claus in seiner eher lockeren Art, gewürzt mit Sprüchen, die sogenannten Merksätze abgearbeitet.
Merke: Immer in Fallrichtung fahren, auf die Anweisungen achten, erst die Passage ansehen, dann fahren.
Es folgten 10 oder 12 davon. Und mit jedem Merke Satz war eine Übung verbunden.
Als ich das erste mal beim Befahren eines steilen Berges nur noch den Himmel sah, hatte ich dann doch ein leichtes Kribbeln im Bauch.
Kaum war ich oben, nahm mich Claus mit aufmunternden Worten in Empfang.
„Und nun geht es abwärts, vor Dir siehst Du den Sendemast, rechts den Friedhof.
Ist also nur ein kurzer Weg, falls was passiert.“
Und dann der Hammer. Ersten Gang einlegen und Kupplung kommen lassen. Füße flach hinstellen, nichts machen und einfach im Standgas runter. Der hat gut reden. Vor Nervosität konnte ich kaum ruhig sitzen... und ich sollte einfach nichts machen. Okay, der Schock dauerte nicht mal ein Sekunde. Dann konnte ich über meine Motorhaube schauen, sah wo ich hinfuhr und mein Auto tuckerte ganz gemäßigt den Hang hinunter. Wow, das war echt geil.
So ging es weiter, aber irgendwie war ich dann doch froh, als die Mittagspause eingeläutet wurde. Ich weiß nicht mehr was es zu essen gab, aber es schmeckte und ich hatte echten Hunger.
Sanft wurden wir dann von Claus mit den Worten „Euere tarifliche Mittagspause ist vorbei. Ihr seit ja schließlich nicht zum Vergnügen hier. "Auf, auf“ zum Weitermachen aufgefordert. Irgendwie konnte man ihm diese Art der Motivation einfach nicht übel nehmen.
Ich starte mal den Versuch nachzuvollziehen, was wir dann machen mussten.
Fast am Ende einer Berauffahrt mussten wir den Motor ausschalten.
Mit der Fußbremse den Wagen am Hang halten. Kupplung treten und den Rückwärtsgang einlegen. Langsam die Bremse lösen. Der Wagen stand jetzt. Die Füße flach hinstellen und den Motor starten. Irgendwie haben wir alle etwas ungläubig geschaut. Aber es funktionierte.
Durchs Wasser (wenngleich nicht tief) über lange und kurze Hügel, durch die Verschränkungspassage und auf die Wippe.
„So Leute, jetzt machen wir eine Verkaufsförderungsfahrt durch den Wald. Wer jetzt die Ausmaße seines Fahrzeuges nicht beherrscht, bekommt Kontakt mit den Bäumen. Euer Autohändler wird es mir danken.“
Aber zum Glück stand Claus bei jeder engen Passage unmittelbar neben oder vor jedem Auto, gab Zeichen und dirigierte uns alle unfallfrei durch den Parcours.
Erst auf der Rückfahrt wurden mir so einige Dinge klar, warum wir diese oder jene Übung gemacht haben.
Und es war nicht das letzte Training. Ich habe viel gelernt, die Angst überwunden und hatte auch noch jede Menge Spaß dabei. Im Ernst. 

Fotos hier: http://www.safaricar.de/index.php/bilder/category/15-4x4-training 

 

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