Tipps für Einsteiger
Viele Organisatoren setzen immer ganz viel Wissen voraus. Wir haben doch aber alle mal angefangen und haben uns mühsam durch den „4x4 Dschungel“ gewühlt.
Deshalb erlaube ich mir hier einfach noch mal (gelegentlich humorvoll) auf einige Punkte einzugehen, die (natürlich) jeder kennt.
 
Machen wir also erst einmal den nicht ganz ernst gemeinten Test.
Zu welcher Gruppe Offroader gehörst Du?
 Schickeria Offroader. Entweder teurer SUV oder Hardcore Wagen, der in der Werkstatt für teuer Geld komplett umgebaut ist und der dann etwas narzisstisch vor der Eisdiele oder vorm Tennisclub steht.
 Der „Will- Kann nicht“ Offroader
Fährt einen SUV, träumt von einem Großen, fährt ins Gelände - fährt dort aber nicht. Empfehlung: Fahrtraining bei Outdoor-Offroad.
Der Hardcore-Offroader
Steckt fast immer im tiefsten Dreck, fährt Trophy und steckt am Montag sein Geld und viel Zeit in die Instandsetzung, um ihn am nächsten Samstag wieder im Matsch zu versenken.
Der Schrauber Offroader
Kennt jede Schraube an seinem Wagen mit Namen und weiß, wie ein Differential funktioniert. Fährt nie ins Gelände, da er genau weiß, was dort kaputt gehen könnte.
Ist aber in den Foren der große Könner.
Der Gelegenheitsoffroader
Fährt gern mit dem „Großen“. Auch mal zur Arbeit und zum Einkauf. Meidet jegliche Aussprache über Spritverbrauch und Umwelt. Ist in jeder Hinsicht inkonsequent.
Liest in den Foren über Touren, traut sich aber nicht, mal mit zu fahren, weil er Angst im Gelände hat. Empfehlung: Fahrtraining bei Outdoor-Offroad
 
1. Welches Auto passt zu mir?
Das ist die Frage aller Fragen, die niemand beantworten kann.
Es bietet sich eine schier endlose Palette an. Wäre eher die Frage:
Was will ich mit dem Auto machen?
Will ich Reisen und benötige ich Platz, dann muss ich nach einem großen Auto Ausschau halten. Liebe ich PS-Stärken, dann sind US- Modelle im Fokus.
Wenn ich am Wochenende nur mal in ein Fahrgelände will, dann kann es ein älteres Auto für die kleine Mark sein. Muss ich mit dem Auto in Innenstädten fahren, muss ich auf die Umweltplakette achten.
Wenn Du dann die Auswahl auf 2 oder 3 Modell eingegrenzt hast, dann informierst Du Outdoor-Offroad, der Dir dann einen Kontakt zu einem Offroader herstellt, der so ein Auto fährt und Dir Rede und Antwort über Stärken und Schwächen gibt.
 
2. Was muss in die Pack-Kiste rein, die ich ja immer dabei haben will?
Vorweg erst einmal so viel. Die Kisten stehen oft draußen. Und draußen ist halt nicht das Wohnzimmer. Also sollten die Kisten schon stabil und regengeschützt sein. Oft dienen die Kisten nämlich auch als Sitzgelegenheit oder Trittstufe.
In diese Kiste/n sollte auf jeden Fall ein Bergegurt und Schäkel rein. Ersatzteile sollte man nicht spazieren fahren, weil immer das kaputt geht, was man nicht dabei hat. Aber etwas Werkzeug und ein paar Kleinteile. Schrauben, Muttern, Isolierband, Kabel und Verbinder, Sicherungen. 1 Liter Öl ist auch nicht schlecht.
Je nach Tour vielleicht Brandbeschleuniger fürs Lagerfeuer. Kleines trockenes Holz, Watte oder Feueranzünder. Vielleicht noch ein Klappspaten, ein Messer oder Machete und eine kleine Handsäge. Dann bist Du schon gut ausgerüstet.
Na, nimm lieber auch noch einen Reifendruckprüfer und einen Kompressor mit.
 
3. Welche Ausrüstung benötige ich?
Wenn Du in der Gruppe fährst, sollte ein einfaches Funkgerät dabei sein. Das gibt es Komplett-Satz mit Mikro und Magnetantenne. Vorausgesetzt man hat keinen Engländer mit Alu-Karosse. Einen gefüllten 5 Liter Treibstoff-Kanister  würde ich auch empfehlen. Wer anderen helfen möchte, sollte zusätzlich zum Bergegurt auch eine Abschleppstange dabei haben. Fährst Du ins Gelände, sollte auch ein Baumgurt dabei sein, damit der Baum nicht beschädigt wird.
 
4.Equipment für Outdoor+Offroad
Unbestritten benötigt man eine ganze Menge an Ausrüstung, wenn man auf Tour gehen will. Es gilt noch immer der alte Wahlspruch: Wer billig kauft – kauft zweimal und damit teurer. Aber nicht alles was teuer ist, ist auch gut.
Und die Auswahl ist so unendlich, dass ich hier auch nur die individuelle Beratung durch Outdoor-Offroad anbieten kann.
Nur ein paar Beispiele. Wärmeangaben von Schlafsäcken, Wassersäule bei Zelten.
Alu-Becher oder Plastik. Welches Tool, welcher Kocher. Gas, Spiritus oder Benzin?
Taschenlampe, Stirnlampe, Gas- oder Akkulampe ?
Und natürlich muss das persönliche Outfit passen.
Wären da die Wanderstiefel, die Trekking Hose, das Outdoor-Hemd, die Weste und die Wetterjacke. Noch ein Hut dazu?
Outdoor+Offroad kann Euch das Camping-Equipment und zweckmäßige Kleidung aus Schweden besorgen.
 
5. Im Gelände
Langsam und mit den Augen fahren. Der Po spürt am ehesten, wie das Gelände beschaffen ist. Den Luftdruck etwas absenken und langsam fahren. An steilen Abhängen niemals bremsen. Vor einer Passage das Gelände immer erst zu Fuß in Augenschein nehmen und dann fahren. Es gibt ca. 1 Dutzend „Merke“ Sätze, die man berücksichtigen sollte. Schrägfahrten sind nicht Jedermanns Sache. Vertraue auf Dein Gefühl und nicht auf die Angaben des Herstellers, denn im Gelände kann schon ein Stein oder eine Wurzel die Physik zum kippen bringen.
Meide Wasser, wenn Du nicht weißt, wie tief es ist. Es ist immer besser, nicht allein unterwegs zu sein. Im verbotenen Terrain sollte man sich niemals austoben.
Fährt man im Gelände, sollte man die Inspektionsintervalle um die Hälfte der Zeit verkürzen. Es gab da eine Werkstatt die voll entsetzen den Halter angerufen hat um ihm zu sagen, dass Wasser und Dreck in der Lichtmaschine sind. Wie kommt denn sowas da rein?
 
6.Auf Tour
Zelt, Schlafsack und Isomatte sind erst mal die Voraussetzung. Campingstuhl und Tisch, Kocher und Geschirr.
Ob es ein Dachzelt sein muss, liegt im Ermessen jedes Einzelnen. Wer ein großes Auto hat, kann auch dort schlafen.
Hinzu kommen Hygieneartikel, Medikamententasche und natürlich Lebensmittel.
  
7. Umrüstung
Je nach Auto-Typ kannst Du kaum Veränderungen am Fahrzeug vornehmen, oder Du kannst den Kaufpreis noch mal als Zubehör und Umbauten ausgeben.
Man rüstet ein Auto immer von unten auf. Erst einmal größere Reifen. Das bringt Bodenfreiheit. Klar, dass man das TÜV-Konform machen muss. Dann kommen Stoßdämpfer und Federn. Ist das Auto dann höher gelegt, kann es sein, dass man
noch etwas am Antrieb verändern muss. Jetzt darf man nicht vergessen, den Tacho anzugleichen. Nun könnte man an eine Seilwinde denken, hier und da Alu-Riffelbleche anbringen. (Nur so zu Optik). Wie wäre es mit Sportsitzen, kleinerem Lenkrad, verstärkten Einstiegsblechen, Unterfahrschutz, Schutz für Spurstange und Differential. Eine verstärkte Stoßstande wäre auch nicht schlecht. Vielleicht noch eine Standheizung und Windabweiser für die Seitenscheiben.
Und nicht zu vergessen der Alu-Dachgepäckträger. Der macht sich optisch bei einem Geländewagen echt gut. Und dann natürlich die Lampen dran.
Dann hast Du viel Geld ausgegeben, hast aber auch ein schönes Auto
 
8. Hab ich gerade Reifen gehört?
Auf einen Offroader gehören auf alle Fälle AT Reifen.
AT-Reifen sind in aller Regel für die Straße gut, verhalten sich besser im Gelände als die serienmäßigen Straßenreifen und sind oft noch zugelassene Winterreifen.
Außerdem ist die Optik besser.
Wer viel im Gelände fährt, kann sich für MT oder MUD-Terrain Reifen entscheiden.
Damit kommt man bei schlechtem Untergrund natürlich noch ein Stück weiter.
Aber auch der Hardcorefahrer, bewegt sein Auto wahrscheinlich zu 80% auf der Straße. Da muss man selbst entscheiden.
 
9. Navigationsgeräte
Mit diesem Thema wollen wir uns hier gar nicht beschäftigen, denn das bedarf einer individuellen Beratung, die Outdoor-Offroad natürlich gern vornimmt.
In ein paar Jahren können wir alle ohne Navi unsere Oma nicht mehr besuchen.
 
10.Mobiltelefone – Handys
Habe ich mein Handy mal nicht dabei, fühle ich mich wie nackt. Um Gottes Willen.
Aber diese Handys sind schon echte Survival Helfer. Wenn man Empfang hat.
Mit den Dingern kann man zumindest Hilfe herbei telefonieren. Die neuen Geräte haben sogar Standortbestimmung und Kompass und einige sogar eine Taschenlampe. Auf den Einsatz vom Handy möchte ich nicht mehr verzichten. Und das meine ich nicht ironisch. Aber eine Karte sollte man dennoch lesen können.
 
11. Reiseziele
Es gibt 3 Kategorien von Reisenden.
Die Einen haben im Monat X Urlaub und suchen ein Reiseziel
Die anderen wollen unbedingt nach X und suchen jemanden, der dort hin fährt.
Den Dritten ist das egal, die machen 1x im Jahr eine Tour mit Outdoor+Offroad.
Wie schon erwähnt, ist als Einstieg immer ein Training gut.
Dann vielleicht eine Weekend-Tour nach Polen. Als Camping-Tour oder mit Übernachtung im Hotel. Erst nach so einer Tour kann man beurteilen, ob diese Art von Reisen überhaupt das richtige ist.
Die Angebotspalette von Reisen und Events ist extrem groß. Und wenn Outdoor-Offroad zum passenden Zeitpunkt nicht dort hin fährt, wo ihr gern hin möchtet, dann vielleicht ein anderer Anbieter.
Achtung:
„Offroad Reisen kann süchtig machen. Zur Suchtbefriedigung fragen Sie bitte ihren Veranstalter oder Claus Ruhe.“
Bilder: http://www.safaricar.de/index.php/bilder/category/15-4x4-training 
 
  
 

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